3-D-Campus, Klima und Grüngürtel

von Birte Schellmann

 

Keine Frage: Die Ansiedlung eines vielversprechenden 3D-Technologieunternehmens im ehemaligen Fachhochschulgebäude in Volgershall ist in höchste Maße für Lüneburg interessant und muss nach Kräften von allen gefördert werden.  So ist unbedingt richtig, dass dieses Unternehmen die Zusage hat, an diesem Standort auch in Zukunft wachsen zu können, wie es der B-Plan im Einklang mit dem Klimegutachten zulässt. Angesichts der großen Bedeutung, die der dort liegende Grüngürtel für das Lüneburger Innenstadtklima in heißen Sommermonaten hat, ist jede darüber hinausgehende Bebauung sehr unter Kontrolle zu halten. Es geht nicht an, dass dort zusätzliche Fläche für Wohnbebauung vorgesehen werden soll, die den Grüngürtel laut Klimagutachten auf das absolute Mindestmaß reduzieren würde. Das dazu vorgetragene Argument, dass mit diesem Wohngebiet der zukünftig erforderliche Wohnbedarf für die Mitarbeiter firmennah bereit gestellt werden soll, ist reichlich weit hergeholt und bezogen auf ein Start-Up Unternehmen mit derzeit 15 Mitarbeitern und  moderat geplantem Mitarbeiterzuwachs auch völlig unrealistisch Hier wird allzu deutlich sichtbar, dass dieses Unternehmen dazu benutzt wird, um ein aus ganz anderen Gründen gewolltes neues Wohnbaugebiet entstehen zu lassen. Diese Gründe müssen auf den Tisch und auch ob es dazu nicht auch noch weniger klimaschädliche Alternativen gibt.