Uelzener Strasse wird teilweise in "Universitätsallee" umbenannt

Die Bedeutung der LEUPHANA Universität soll damit deutlich werden.

Nachdem das Universitätspräsidium an die Verwaltung der  Hansestadt Lüneburg mit der Bitte die Uelzener Strasse vor dem neuen Zentralgebäude (Libeskind-Bau) in "Universitätsallee" umzubenennen herangetreten ist, diskutierte der Rat auf seiner letzten Sitzung dieses Thema.

Mehr oder weniger waren sich alle Fraktionen einig. Kritik kam nur von der Links-Fraktion ("Die Stadt wolle wohl dem Wunsch allein des Präsidiums nachkommen... Dem  Uni-Präsidium gehe es nur ums Image, meinte Pauly." LZ) und dem FDP-Ratsherren Frank Soldan:

"Hat es die Universität LEUPHANA nötig, auf solche Äußerlichkeiten, ja Banalitäten zurückzugreifen, um ihre Bedeutung aufzuwerten? Geht es nicht eher um die Qualität von Forschung und Lehre, um die Qualität der Betreuung der Studierenden?"

"Die hohe Bedeutung der LEUPHANA für unsere Stadt wird nicht daran deutlich, dass ein Teil einer Straße in "Universitätsallee" umbenannt wird. Die hohe Bedeutung, die wir dieser Universität für unsere Stadt zumessen, wird unter anderem daran deutlich, dass wir bereit waren, 5 Millionen Euro aus dem städtischen Haushalt als Baukostenzuschuss für das neue Zentralgebäude zu geben und an vielen anderen kleineren Dingen.

 

Das System der aus Lüneburg sternförmig herausführenden Straßen ist so angelegt, daß immer die Namen der Orte genannt werden, wohin diese Straßen führen, also Bleckeder Landstr., Dahlenburger-,  Hamburger- Bardowicker-,  Reppenstedter-, Soltauer- und schließlich auch Uelzener Str.  Es spricht einiges dafür, von diesem System nicht abzuweichen.

 

Die Universitätsalle zerreißt die Uelzener Straße voll in zwei Teile. In der Umbenennung sehe ich keine zwingende Notwendigkeit, keinen Mehrwert - weder für die LEUPHANA noch für unsere Stadt - und lehne deshalb die Umbenennung ab."

Der Rat stimmte schließlich mehrheitlich bei vier Gegenstimmen und fünf Enthaltungen für die Universitätsallee. Die Umbenennung soll zum 1. Januar 2018 erfolgen.

Priovate Anwohner erhalten 20 €, gewerbliche Anwohner 100 € einmalig als Entschädigung für die ihnen durch die Umbenennung entstehenden Kosten.

 

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