Entscheidung zu den Verträgen zum Bau der Arena Lüneburger Land wird verschoben

Landkreisverwaltung sieht noch zu viele Fragen offen.

So soll die künftige Arena Lüneburg aussehen, die Sparkasse könnte Namensgeber werden. Grafik: nh (LZ vom 22.8.16)

 

 

Zum Vertrag zum Bau der wettkampfgerechten Arena Lüneburger Land sieht die Landkreisverwaltung noch zu viele Fragen offen. Deshalb wird eine Entscheidung im Finanzausschuss des Kreises vertagt. Lüneburgs OB Mädge (SPD) peitschte die Zustimmung zu den Verträgen noch im August - kurz vor den Kommunalwahlen - in kürzester Zeit durch den Rat der Stadt. Die Lüneburger Landeszeitung berichtet jetzt über einen der Kritikpunkte, wegen dem auch die FDP-Ratsfrau Schellmann ihre Zustimmung zu den Verträgen verweigerte. Zitat: "Das investierte Gesamtvolumen für die Halle für bis zu 3500 Besucher liege bei netto 9,4 Millionen Euro. Die laufende finanzielle Gesamtbelastung des Kreises summiert sich auf 20 Jahre gerechnet auf brutto 9,2 Millionen, zuzüglich Stadtteil [ 5,48 Mio Euro ]. Darin enthalten ist die Abbezahlung des Zuschusses, für den der Kreis selbst einen Kredit aufnehmen soll, die Hälfte des Schuldendienstes, den der Kreis für den Investor übernehmen soll, ein laufender Betriebskostenzuschuss sowie Grundstückspacht. Im Gegenzug erwirbt der Kreis, wie die Stadt, kein Eigentum an der Halle, sondern Nutzungsrechte." (Lüneburger Landeszeitung)

 

Laut Landrat Nahrstedt (SPD) sollen Fragen zur Wirtschaftlichkeit der Halle zunächst nichtöffentlich geklärt werden. Als ein Kreistagsabgeordneter eine Frage zur Arena stellen wollte, stoppte ihn der Landrat: "Reichen Sie doch bitte ihre Fragen schriftlich ein. Wir nehmen das dann zu Protokoll."

 

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