Kreis-Wahlprogramm beschlossen

Wirtschaft, Bildung, ländlicher Raum, Kultur und Integration von Flüchtlingen sind die liberalen Kernthemen

Auf einem außerordentlichen Kreisparteitag am 15. Juni 2016 in Amelinghausen haben die Lüneburger Freien Demokraten ihr Wahlprogramm für den Landkreis für die Kommunalwahl am 11. September 2016 verabschiedet. Zuvor wurde Jens-Peter Hecht, Spitzenkandidat für den Wahlbereich 1 (Hansestadt Lüneburg Nordwest) für 20 Jahre Mitgliedschaft in der FDP geehrt.

Die Mitglieder diskutierten bis spät in den Abend den Entwurf, den die Arbeitsgruppe um den Kreistagsabgeordneten Dr. Niels Kämpny erstellt hatte. Bis spät in den Abend hinein wurde an den Formulierungen und Gewichtungen gefeilt. Am Ende wurde das Wahlprogramm einstimmig angenommen. Besonders intensiv diskutiert wurden die Bereiche Wirtschaft, Integration von Flüchtlingen, Stärkung des ländlichen Raumes und Kultur.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen, findet der Kreisvorsitzende Edzard Schmidt-Jortzig: „Wir haben ein ausgewogenes Programm verabschiedet, welches unser unverwechselbares liberales Profil sehr deutlich macht. Neben den klassischen liberalen Themen Wirtschaft und Bildung wurde diesmal besonders um die Themenbereiche ländlicher Raum, Kultur und Integration von Flüchtlingen gerungen.“

Dr. Niels Kämpny ergänzt: “Mich freut es sehr, wie intensiv sich unsere Mitglieder mit dem Entwurf der Programmkommission auseinandergesetzt haben. Die Diskussion zeigt, wie lebendig unsere Partei ist und die einstimmige Verabschiedung nach dem engagierten Diskurs dokumentiert unsere Geschlossenheit.“

Für Frank Soldan, Vorsitzender des Stadtverbandes Lüneburg, ist die Ansiedlung neuer Unternehmen wichtig: „Neben der Stärkung unserer mittelständischen Wirtschaft müssen wir uns auch dafür einsetzen, dass wir zukunftsfähige Unternehmen in die Region bekommen. Hier ist bislang viel zu wenig getan worden.“

Der selbständige Landwirt Dr. Ties Möckelmann, der die Passage zum ländlichen Raum beisteuerte, betonte, dass sich die Politik nicht vom ländlichen Raum abwenden dürfe sondern vielmehr die dortigen Strukturen stärken und ausbauen müsse, z.B. durch eine unbürokratischere Genehmigungspraxis und den Ausbau der digitalen Infrastruktur. Weitgehende Einigkeit bestand darin, dass die Förderung des Lüneburger Theaters verbessert werden und an die Unterstützung der Landestheater angeglichen werden müsse; unabhängig davon müssten aber auch private Initiativen wie das Theater im e.novum stärker unterstützt werden.

Unter dem Beifall der zahlreichen Mitglieder plädierte schließlich die Kreistagsabgeordnete Gisela Plaschka für eine ausgewogenere Sicht auf die Flüchtlingsthema: „Neben allen Herausforderungen hat es auch sehr viel Positives gegeben. In der Integration ist in den vergangenen Monaten sehr viel erreicht worden, nicht zuletzt durch das große Engagement ehrenamtlicher Helfer.“

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