Wohin entwickelt sich unsere Landwirtschaft?

32. Liberales Forum am Dienstag, den 7.6.2016, um 19:30 Uhr, im Wabnitz, Schröderstrasse 9, in Lüneburg

Zur Zeit machen die Milchpreise Schlagzeilen. An dem "Teufelskreis der Milch" wird ein grundsätzliches Problem unserer modernen Landwirtschaft deutlich: Die fallenden Preise, die die Lebensmittelerzeuger erhalten, führen zu mehr Rationalisierung, also zu größeren landwirtschaftlichen Produktionsbetrieben. Außerdem versuchen die Betriebe die fallende Vergütung durch Mengensteigerung auszugleichen.
Was für Folgen hat das für unser Land, für seine Menschen?

Wenn der Preis den der Produzent für eine Ware erhält fällt, dann hat er wenigstens zwei Möglichkeiten: Er produziert günstiger und mehr, oder er sucht neue Absatzmärkte.
Produziert er mehr, dann entsteht schnell ein Überangebot, das die Preise zusätzlich drückt. Ein Teufelskreis entsteht.
Bereits vor mehreren Monaten zeichnete sich konkret die Situation ab, dass die Milchpreise fielen und fielen. Heute bekommt ein Milcherzeuger gerade einmal knapp 20 Cent pro Liter, was die Erzeugerkosten bei weitem nicht deckt.
Das macht das Dilemma der modernen Landwirtschaft deutlich: Die Kunden erwarten hohe Qualität, die Politik erlässt strenge Auflagen und baut fleißig die Bürokratiekosten aus, um die Einhaltung der Auflagen zu kontrollieren und zu gewährleisten. Und dabei sollen unsere Nahrungsmittel günstig produziert werden, einmal, damit der Landwirt gegenüber den internationalen Mitbewerbern konkurrenzfähig bleibt, und damit der Verbraucher sich die Lebensmittel „leisten kann“.
Wenn wir Lebensmittel kaufen, dann erwarten wir hohe Qualität, vernünftige Preise und freuen uns über "BIO"-Lebensmittel aus Deutschland zu Schnäppchenpreisen.
Dabei wollen wir oftmals vergessen, dass die Produktion von Lebensmitteln nicht mehr im idyllischen kleinen Bauernhof vor Ort erfolgt, sondern in großen landwirtschaftlichen Betrieben.
Die "Agrarwende" hin zu kleineren Biohöfen kann das Angebot, das wir erwarten, nicht bereitstellen.
Wohin entwickeln sich aber unsere modernen landwirtschaftlichen Betriebe?

Wie kann die Politik auf dieses Dilemma reagieren und müssen wir Verbraucher nicht umdenken und evtl. für die von uns geforderte Qualität auch tiefer in die Tasche greifen?

Wenn der Preis den der Produzent für eine Ware erhält fällt, dann hat er wenigstens zwei Möglichkeiten: Er produziert günstiger und mehr, oder er sucht neue Absatzmärkte.
Produziert er mehr, dann entsteht schnell ein Überangebot, das die Preise zusätzlich drückt. Ein Teufelskreis entsteht.
Bereits vor mehreren Monaten zeichnete sich konkret die Situation ab, dass die Milchpreise fielen und fielen. Heute bekommt ein Milcherzeuger gerade einmal knapp 20 Cent pro Liter, was die Erzeugerkosten bei weitem nicht deckt.
Das macht das Dilemma der modernen Landwirtschaft deutlich: Die Kunden erwarten hohe Qualität, die Politik erlässt strenge Auflagen und baut fleißig die Bürokratiekosten aus, um die Einhaltung der Auflagen zu kontrollieren und zu gewährleisten. Und dabei sollen unsere Nahrungsmittel günstig produziert werden, einmal, damit der Landwirt gegenüber den internationalen Mitbewerbern konkurrenzfähig bleibt, und damit der Verbraucher sich die Lebensmittel „leisten kann“.
Wenn wir Lebensmittel kaufen, dann erwarten wir hohe Qualität, vernünftige Preise und freuen uns über "BIO"-Lebensmittel aus Deutschland zu Schnäppchenpreisen.
Dabei wollen wir oftmals vergessen, dass die Produktion von Lebensmitteln nicht mehr im idyllischen kleinen Bauernhof vor Ort erfolgt, sondern in großen landwirtschaftlichen Betrieben.
Die "Agrarwende" hin zu kleineren Biohöfen kann das Angebot, das wir erwarten, nicht bereitstellen.
Wohin entwickeln sich aber unsere modernen landwirtschaftlichen Betriebe?

Wie kann die Politik auf dieses Dilemma reagieren und müssen wir Verbraucher nicht umdenken und evtl. für die von uns geforderte Qualität auch tiefer in die Tasche greifen?

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Kommentare: 1
  • #1

    Frank Soldan (Mittwoch, 08 Juni 2016 08:54)

    Fast drei Stunden diskutierten wir mit Milchbauern über ihre Probleme und ihre Lösungsvorschläge.
    Sie wollen eine echte Marktbeteiligung, sie wollen mit den Molkereien über Preise verhandeln und nicht nur über Abgabemengen und Abgabezeiträume. Sie wollen weniger Einmischung der Politik.
    Sie fühlen sich auch von ihrem eigenen Berufsverband alleingelassen.

    Es war eine sehr interessante Diskussion, die mit sehr vielen falschen Vorstellungen von uns Verbrauchern aufräumte.