Wie gelingt Inklusion vor Ort?

31. Liberales Forum am Dienstag, den 3.5.2016, um 19:30 Uhr, im Wabnitz, Schröderstrasse 9, in Lüneburg

 

Inklusion heißt wörtlich übersetzt „Zugehörigkeit“, also das Gegenteil von Ausgrenzung. Wenn jeder Mensch – mit oder ohne Behinderung – überall dabei sein kann, in der Schule, am Arbeitsplatz, im Wohnviertel, in der Freizeit, dann ist das gelungene Inklusion.

Für die Schule heißt dies, dass wir allen Lernenden den Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung gewährleisten müssen, unabhängig von besonderen Lernbedürfnissen, deren Geschlecht und sozialen oder ökonomischen Voraussetzungen.

Wie sieht es am Arbeitsplatz aus? Die Arbeitslosenquote bei Menschen mit Behinderungen ist größer als der allgemeine Bundesdurchschnitt. Arbeitgeber sind, sofern sie über mindestens 20 Arbeitsplätze verfügen, gesetzlich verpflichtet, auf wenigstens 5 % der Arbeitsplätze schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen (Pflichtquote). Dabei sind schwerbehinderte Frauen besonders zu berücksichtigen. Wo liegen also die Probleme? In den Köpfen der Arbeitgeber, der Kunden, der Organisation, in der Beratung, in der Förderung?

Wie gelingt Inklusion vor Ort? Was können politische Institutionen bewirken? Wo stehen wir zur Zeit?

In einer inklusiven Gesellschaft ist es normal, verschieden zu sein. Jeder ist willkommen. Und davon profitieren wir alle: zum Beispiel durch den Abbau von Hürden, damit die Umwelt für alle zugänglich wird, aber auch durch weniger Barrieren in den Köpfen, mehr Offenheit, Toleranz und ein besseres Miteinander.

Inklusion ist ein Menschenrecht, das in der UN-Behindertenrechtskonvention festgeschrieben ist. Deutschland hat diese Vereinbarung unterzeichnet - mit der Umsetzung von Inklusion stehen wir aber noch am Anfang eines langen Prozesses.

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