Kurze und teure Parkzeiten vertreibt Kunden aus der Innenstadt

Bedürfnisse der Menschen erkennen und keine Klientelpolitik betreiben

 

Als an der Realität vorbeigehend bezeichnet FDP Stadtverbandsvorsitzender Frank Soldan den Plan der Verwaltung die Höchstparkdauer an der Reitenden-Diener-Strasse, Hinter der Bardowicker Mauer und dem Marienplatz auf eine Stunde zu begrenzen. Gleichzeitig soll die Parkgebühr angehoben werden. Einer der Gründe scheint zu sein, den nur 94 im gesamten Landkreis zugelassenen elektrisch betriebenen Fahrzeugen Parkmöglichkeiten in der Innenstadt zu eröffnen. So hat es jedenfalls den Anschein.

Vor einiger Zeit wurde über eine kostenfreie Kurzparkdauer diskutiert, jetzt will die Verwaltung Kunden aus der Innenstadt vertreiben.“ sagt er weiter. Die Einkaufsstadt Lüneburg verliert für Menschen aus den umliegenden Kommunen an Attraktivität.

Die Verwaltung schränkt die Parkmöglichkeiten für Kunden von Innenstadtgeschäften dadurch ein. Sie zwingt sie damit geradezu, die teureren oder weiter außerhalb liegenden Parkhäuser zu nutzen.“ so FDP-Ratsfrau Birte Schellmann. Gerade angesichts des demographischen Wandels sei das nicht sinnvoll. „Wie sollen ältere Menschen, denen das Gehen oftmals schwerer fällt und die deshalb mit kürzerer Parkzeit kaum auskommen, ihre in der Innenstadt gelegenen Geschäfte noch aufsuchen können,“ fragt sie.

Der von der Stadtverwaltung erkannte „Parkdruck“ lässt sich so natürlich verringern: Die Kunden und Gäste werden woanders parken und einkaufen.

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